Aufatmen! Und leben

Ich bin seit einer Woche im Praktikum, in der Verwaltung eines Pflegeheims. Nachdem das Erstgespräch letzte Woche ziemlich nach hinten losging, war ich am Montag angenehm überrascht, wie offen und herzlich ich aufgenommen wurde.

Ich fühle mich angekommen. Bestätigt in der Wahl, in die Verwaltung im Gesundheitswesen zu gehen. Endlich kann ich aufatmen und mich ein bisschen sicherer fühlen.

Der Prozess, mich aus der Sozialarbeit zurückzuziehen und neu anzufangen und die Suche nach Optionen hat sich mittlerweile seit fast drei Jahren gezogen und war immer von Unsicherheiten begleitet. Kann ich mir das wirklich vorstellen? Kann ich im Büro glücklich werden?

Mein erster Eindruck ist: ja, ich kann es mir vorstellen. Auch wenn ich nach einer Woche Praktikum kein umfassendes Bild gewinne und mir klar ist, dass der Berufsalltag je nach Umgebung völlig unterschiedlich sein kann – abgeschreckt bin ich nicht. Im Gegenteil. Ich bin neugierig und will mehr! Ich bin glücklich.

Was für viele andere Stress, Frust und unterdessen auch Langeweile bedeutet im Büroalltag, ist für mich die willkommene Abwechslung zu meinem sonst eher unstrukturierten, wuseligen, kreativen und unberechenbaren Leben. Genau das Gegenstück hat mir gefehlt und die Verwaltungsarbeiten haben mir in meinen letzten Jobs als Sozialarbeiterin immer am besten gefallen, eben weil sie mich strukturiert und gestärkt haben.

Was gibt dir Halt?

Author: Eva Glöß

Ich bin Komponistin, Künstlerin, Sozialarbeiterin und Mutter von zwei Kindern. Neben meinen kreativen Aktivitäten blogge ich hier für dich zu den Themen Selbstwert und Achtsamkeit. ?