Unkraut gibt’s nicht

Was hat Unkraut mit Komponieren zu tun?

Auf den ersten Blick nichts. Auf den zweiten sehr viel. Warum bezeichnen wir Unkraut als Unkraut und andere Pflanzen als Zier- oder Nutzpflanzen?

Wir kategorisieren Dinge, die eigentlich gleichwertig sein könnten, danach, ob sie in unser Bild von Nutzen und Schönheit passen oder nicht.

In der Musik ist das ähnlich. Sehr, sehr lange habe ich viele (womöglich kostbare) Ideen verworfen, weil sie mir nicht gut, schön, brauchbar genug erschienen. Weil ich von einem perfektionistischen, vorgefertigten Bild ausgegangen bin, wie Musik zu sein hat, um professionell genug zu sein und anderen zu gefallen.

Aber so wie es kein Unkraut gibt, gibt es auch keine unbrauchbaren Ideen. Ich habe gelernt, aus jeder musikalischen Idee etwas zu machen und es ist so viel Wertvolles entstanden und die Rückmeldungen zeigen mir, dass nicht nur ich sie als wertvoll empfinde.

Wieder einmal dreht sich alles ums Bewerten oder nicht Bewerten. Lass deine Bewertungen los und du erkennst die Schönheit in den Dingen.

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Author: Eva Glöß

Ich bin Komponistin, Künstlerin, Sozialarbeiterin und Mutter von zwei Kindern. Neben meinen kreativen Aktivitäten blogge ich hier für dich zu den Themen Selbstwert und Achtsamkeit. ?